In der alten Töpferstadt Arretinium (Arezzo) ließen sich Töpfer nieder und fertigte 40 v. Chr. erstmals Terra Sigillata Keramik in großen Mengen. Es wurde eine hochwertige recht dünnwandige Ware hergestellt, die sich an Vorbildern aus Metall orientierte. Kelche, Schalen und Becher mit feingezeichnetem Dekor gehörten zum Repertoire, aber auch glatte Ware wie etwa Teller. In Arezzo sind einige Manufakturen bekannt. Die Bekanntesten sind wohl M. Perennius, C. Amnius, P. Cornelius und Cn. Ateius. Die Werkstätten in Arezzo produzierten reliefverzierte Keramik bis ca. 40 n. Chr. Die Nachfrage nach Terra Sigillata ließ neben Arezzo weitere Produktionsstätten entstehen. Weil für die Produktion gewisse Erfahrungen und Kenntnisse erforderlich waren, sind es wohl die Unternehmer aus Arezzo, die Filialbetriebe gründeten. Als Beispiel kann Cn. Ateius angeführt werden, der in Pisa einen Filialbetrieb einrichtete. Neben Pisa entstanden u.a. Werkstätte in Bologna, Padua, Aquilia, Padona und Pozzuoli.

In der frühen Kaiserzeit wurden neben glatter Terra Sigillata auch folgende Formen hergestellt:

                                                                                       "Kelch" Dragendorf 11

                      "Zylindrischer Becher" Dragendorf 30

 "Schüssel" Dragendorf 29

                                                                                                          

 

"Reliefkelch" mit Stengelfuss und weit ausladender Lippe. Dragendorf 11

 "Zylindrischer Becher" Dragendorf 30

 "Reliefschüssel" Dragendorf 29

Literatur:

 

H. Dragendorf, C. Watzinger, Arretinische Reliefkeramk 1948

C. Johns, Arretine and Samian Pottery, 1971